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Ranken eingraben

Wer denkt Kürbiskern in die Erde und dann warten, dass eine große Beere drann kommt, hat sich getäuscht. Jetzt wo die Pflanze richtig zu wachsen beginnt, geht die Arbeit erst so richtig los. Alle Ranken grabe ich aus 2 Gründen ein. Zum Ersten stabilisiert das Eingraben der Ranken die Pflanze gegen Wind. Zum Zweiten bildet die Pflanze weitere Wurzeln an den Ranken, wo sie später zusätzlich Wasser und Nährstoffe ziehen kann.

Das hört sich locker an, aber wenn die Kürbispflanzen so richtig los wachsen, muss man fast jeden Tag schaufeln, sonst kommt man nicht mehr hinterher.

Byby Euer Kürbisolli

Hagelalarm in Fürstenwalde

Es wurde grau und grauer und ein Unwetter lag schon in der Luft. Aber was da runter kam, habe ich noch nie gesehen.

Sicherlich werden nun Einige von euch sagen ,dass es nix besonderes ist und ihr ganz andere Sachen gewohnt seid, aber für uns hier in Ost Brandenburg war das schon beeindruckend. Erst fing es an stark zu regnen und dann ging der Hagel los…… ich nix wie raus, nur mit einer Unterhose und meinem Glückshut auf der Birne (leider hat keiner ein Foto davon gemacht 🙂 ) um meine beiden Kürbispflanzen vor dem Hagel zu schützen.

Hier ist der 889,5_Langheim_11 zu sehen, wie er unter der Folie von den Wassermassen fast erdrückt wird. Ständig war ich damit beschäftigt das Wasser immer wieder runter zu schubsen, um das Gewicht so gering wie nur möglich zu halten. Kann sich einer vorstellen, wie die Hagelkörner beim Einschlag auf meinen zarten Körper gezogen haben??? Trotz meines selbstlosen Einsatzes bei diesem Unwetter konnte ich einen kleinen Schaden am 889_Langheim_11 nicht ganz vermeiden.

Ein leichter Knick in der neuen Mainvine (Hauptranke)… ich könnte heulen. Aber ich denke, das verwächst sich ganz gut, wenn ich es nun trocken halte. Der 1196*_Ghay_10 hat ein paar Löcher in einem Blatt, welches in der Hektik nicht ganz unter den Schutz gepasst hat.

Aber Alles in Allem hat die Aktion sich gelohnt und morgen sehen die Pflanzen schon wieder besser aus.

Alles gute Euer Kürbisolli

 

Ungezieferprävention

Im letzten Jahr habe ich viele Probleme mit Milben und Pilzen im Gewächshaus gehabt, was ich in diesem Jahr besser kontrollieren und bekämpfen will. Es war ja auch meine 1. ganze Saison im Gewächshaus und ich habe Einiges gelernt … hoffe ich :-).

In diesem Jahr setze ich unter anderem auf „Gelbblautafeln„. Diese Tafeln, die an beiden Seiten mit einer klebrigen Masse benetzt sind, wo alle fliegenden Schädlinge angelockt werden und dann kleben bleiben.

Alle paar Tage schaue ich, ob  z.B. Trauermücken, geflügelte Blattlaus oder Minierfliegen an der Tafel kleben. So kann man recht schnell reagieren und kann entsprechenden Maßnahmen ergreifen, um dem Treiben ein schnelles Ende zu setzen.

Ich hoffe das euch keine Schädlinge erreichen und wünsche Euch allen große Kürbisse.

Euer Kürbisolli

Entwicklungsstand meiner Kürbiszucht 13.06.12

Es wird mal wieder Zeit für einen kleinen Zwischenstandsbericht aus meinem Kürbisland:

Patch I:

Fangen wir mit meinen Sorgenkindern an. Die beiden Squas-Kürbisse wollen nicht so recht wachsen und lassen sich wirklich Zeit. Hier ein Bild vom 554*_Molter_11, den ich ja von einem Züchter aus Brandenburg geschenkt bekommen habe. Die Entwicklung der Pflanze ist alles andere als optimal. Er sieht auch in der Blattfarbe nicht so schön grün aus, wie sein direkter Konkurrent 1196*_ Ghay_10.

Konkurrent: weil die beiden nun auf einander zu wachsen und nur einer am Ende im Patch I bleiben darf oder maximal als Pollinator fungieren wird. Auf dem kommenden Bild sieht man den 1196* Ghay 10, der doch deutlich besser ausschaut, obwohl er einige Tage nach demMolter gestartet ist.

Leider hat sich der 1196* Ghay 10 dazu entschieden, nicht in die gegengesetzte Richtung des ersten Blattes zu wachsen und muss daher etwas mit Stöcken zu seinem Glück überredet werden.

Patch III:

Das zweite Sorgenkind ist mein 889,5 Langheim 11 , wo ja am 03.06.12 die Hauptranke abgebrochen ist. Was ich immer wieder sehe ist, dass Kürbispflanzen kleine Überlebenskünstler sind und sich nicht so schnell unterkriegen lassen. Innerhalb von 10 Tagen (auf den Tag genau) hat die Pflanze eine zweite Hauptranke von der Pflanzstelle bis zur Bruchstelle vorgeschoben und will es wirklich wissen. Sicherlich wird nun kein GIGANT mehr drann wachsen, aber toll ist es alle Male.

Patch II:

So nun zu meinem „Nichtproblemkürbis“: Der 1634 Werner 10 wächst wie erwartet gut und hat auch eine gute Blattfarbe. Er ist jetzt etwa 2,70m lang. Was ich vielleicht zu bemängeln hätte, dass er ein bischen längere Seitenranken haben könnte. Aber ich will mal nicht meckern mit ihm :-). Werde in diesem Jahr versuchen die Frucht etwa 3,50m-4m an der Hauptranke zu züchten. Mal sehen ob die Natur das auch will.

Zum Schluss noch meine LG, die sich wirklich gut macht und anfängt richtig zu wachsen, auch wenn ich im deutschlandweiten Vergleich zurückliege.

Wie sieht es denn bei euch so aus ?? Wenn ihr Lust dazu habt, sendet mir eure Bilder. 

Alles Gute Euer Kürbisolli

 

Bewässerung in Betrieb

Ich habe es bei einigen Treffen mit Züchtern angedeutet, nun habe ich es umgesetzt. Ich habe mein Bewässerungssystem in diesem Jahr optimiert und im Gewächshaus installiert. Bei meiner Suche nach dem richtigen Produkt, bin ich auf die Firma T-Tape gestoßen, für die ich mich auch entschieden habe. Dort gab es es alles, was mein Züchterherz begehrt. Es war sehr gut selbst zu montieren und ist um einiges günstiger als Gardena aus dem Baumarkt, was ich in den letzten 2 Jahren verwendet habe.

Hier einige Fakten und Zahlen zum System:

1. 12 Meter Versorgungsleitung 32mm 1 1/2″

2. 25 Tropfschläuche

3. 150 Meter Tropfschlauch gesamt

4. 750 Tropfstellen auf 70m² Fläche

5. 1 Liter pro Stunde je Tropfloch bei 0,8 Bar

Ich habe die 1″ Versorgungsleitung 12 m lang an der linken Seite vom Gewächshaus lang geführt und alle 30 cm eine Einschraubschelle gesetzt (25 Stück insgesamt),

wo ich dann je ein Ventil mit Kugelhahn eingeschraubt habe. An dieses Ventil habe ich 25 Tropfwasserschläuche mit je 6m Länge angestöpselt. Die Schläuche haben alle 20cm ein „Driploch“ wo 1 Liter Wasser je Stunde austritt. 

Das Ganze habe ich auch gleich mal getestet und habe die ersten 5 Ventile geöffnet und muss sagen, dass es wirklich gut geklappt hat. Der Vorteil der Ventile ist, dass man die Schläuche aufdrehen kann, je nachdem, wie der Kürbis wächst und nicht immer das ganze System läuft und das Wachsen der Beikräuter forciert.

Wenn jemand Interesse oder Fragen zu diesem System hat, einfach eine Mail an mich schreiben. (turijan@onlinehome.de)

Euer Kürbisolli